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Freitag, 23. Mai 2014

[Rezension] Sturmwind - Die Tochter der Magierin

Titel: Sturmwind - Die Tochter der Magierin
Autor: Andrea Klier 
Taschenbuch: 218 Seiten 
Verlag: bookshouse Verlag
Sprache: Deutsch 
ISBN-13: 978-9963724482
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren

Kurzbeschreibung:
Kurz nach ihrem zehnten Geburtstag erfährt Laura, dass sie die Tochter einer Magierin ist und von einem Tag zum anderen verändert sich ihr ganzes Leben. Unglaubliche Abenteuer warten auf sie, die sie nur mithilfe ihrer beiden Freundinnen Lea und Lotta bestehen kann. Nun bekommen ihre seltsamen Träume, die sie seit frühester Kindheit plagen, einen Sinn. Mit einem Mal weiß sie, weshalb sie Winde und Stürme hervorrufen kann, eine Eigenschaft, die ihr eines Tages das Leben retten wird. Aber können Laura und ihre Freundinnen es wirklich schaffen, den geheimnisvollen Zauberstab zu finden und vor dem bösen Kallator in Sicherheit zu bringen, um ihn auf dem alle 13 Jahre stattfindenden Hexenkongress den rechtmäßigen Besitzerinnen zu übergeben? Und was hat es mit dieser geheimnisvollen Truhe auf sich und dem magischen Stein? Alles Fragen, die auf eine Antwort warten ...

"Sturmwind - Die Tochter der Magierin" wurde 2002 als bestes Kinderbuch mit der Kalbacher Klapperschlange ausgezeichnet und auch ins Chinesische übersetzt.

Quelle: bookshouse Verlag

Meine Meinung:

Ich habe lange gebraucht bis ich dieses Buch endlich vor einigen Tagen fertig gelesen hatte, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt.
Nur zu gerne habe ich mich in die Welt von Laura, Lea und Lotta entführen lassen und mit ihnen gemeinsam ein Abenteuer zu erleben.
Die Geschichte ist kindgerecht geschrieben und daher für die acht bis neunjährigen Leseratten wirklich gut geeignet, aber auch für die Kindgebliebenen unter uns lohnt es sich wirklich, sich auf diese magische Reise einzulassen.
Von mir gibt es vier Sterne/Grisus.


Mittwoch, 7. August 2013

[Rezension] Schwanentanz

Titel: Schwanentanz
Autor: Jean Francis 
Taschenbuch: 208 Seiten 
Verlag: Sieben-Verlag (28. September 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3941547380 
ISBN-13: 978-3941547384



Kurzbeschreibung:
Die Sídhe nannten sich das Feine Volk aus den Hügeln. In vergangenen Zeiten sprach man nur im Flüsterton über sie. Im Mondschein kamen sie in die Dörfer und raubten den Frauen die Ehegatten aus den Betten und die Söhne aus den Wiegen. Als Liebessklaven mussten Menschenmänner die unersättliche Lust der Sídhefrauen stillen. Aber dann verschwand das Feine Volk. Ging zurück nach Avalon. So heißt es in den Legenden. Heute weiß niemand mehr, dass eine von ihnen zurückblieb. Brandon Cnocach, der ranghöchste Krieger der Sídhefürstin Cara, hat längst vergessen, wie viele Fluchtversuche hinter ihm liegen. Caras Bann dominiert seinen Körper sowie seinen Geist, trotz seines Freiheitsdrangs ist er ihr hörig. Erst Suzanna, eine Balletttänzerin aus London, deren Hingabe der junge Krieger fordert, verleiht ihm neuen Mut. Doch Mut allein ist im Kampf gegen eine Sídhefürstin sehr, sehr wenig ... Jean Francis legt mit Schwanentanz eine ganz besonders reizvolle Mischung aus Dark Fantasy, düsterer Erotik und Spannung vor.

Quelle: Amazon / bookshouse Verlag

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch als e-Book schon vor einigen Wochen beim bookshouse Verlag runtergeladen, um es dann rezensieren zu können. Erst einmal recht herzlichen Dank, dass mir dieses Buch kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.
Nun muss ich sagen, ich habe eine ganze Weile gebraucht es zu lesen, da ich zu Beginn des zweiten Kapitels kurz davor war dieses Buch abzubrechen.
Die Geschichte an sich wirkt in meinen Augen ein wenig flach, könnte mehr Leben haben. Die Ballerina Suzanna verlässt nach einer Knieverletzung London, um sich davon zu erholen und Ruhe zu finden. Sie reist in ein kleines Dorf in Irland, wo sie auf Brandon trifft. Dieser ist einer Sidhefürstin hörig. Es kommt zu einigen erotischen und mehr oder weniger spannenden Momenten, aber für mich hat der letzte zündende Funke gefehlt.
Ich kann nicht genau erklären, was ich mir vorgestellt hab, allerdings war es definitiv etwas anderes als die Autorin hervorgebracht hat. Bei den Sexszenen fehlte mir zum Beispiel die Leidenschaft, es wirkte alles mehr wie ein gewaltbehaftetes Rein-Rauf-Runter-Raus in meinen Augen. Wobei ich mal eher davon ausgehe, dass dies mein persönliches Empfinden ist.
Was mich auch gestört hat, war die Art, wie die Gnome sprechen. Immer wieder so seltsame zusammengefügte Wörter wie zum Beispiel geschenktgeben. Ich nehme an, dass sollte die Andersartigkeit der Gnome darstellen und sie als geistig nun ja...minderbemittelter trifft es nicht ganz, aber vielleicht geistig nicht so rege wie die Sidhe und die Menschen darstellen. Dabei empfand ich sie als ganz pfiffige Kerlchen.
Alles in allem gebe ich für diese Geschichte drei Grisus, weil ich mich nicht zu mehr durchringen kann. Für mich war dieses Buch ein eher durchschnittliches Leseerlebnis, dass ich in näherer Zukunft nicht wiederholen möchte. Dennoch war deutlich zu erkennen, wieviel Mühe sich die Autorin gegeben hat und das möchte ich honorieren.


Mittwoch, 3. Juli 2013

[Rezension] Liebhaber der Finsternis

Titel: Liebhaber der Finsternis
Autor: Fay Ellison

Erschienen:Feb. 2012
Ausgabe:E-Book
Seiten:196
ISBN:978-3-864430-69-5

Genre: @ Erotische Fantasy




Kurzbeschreibung:
Die vom Leben und den Männern enttäuschte Engländerin Leah wendet sich verzweifelt an den Vampir Corben, der sie durch eine Verwandlung von ihren Emotionen befreien soll. Aber der engelsgleiche Cian ist der Vampir, der ihr vom ersten Augenblick unter die Haut geht. Sie verbindet sich mit ihm und wird zum Spielball der Lust, denn ihre Wandlung hat ihren Preis. Menschenblut allein genügt nicht. Um zu überleben, müssen die einst gefallenen Engel des Vampirclans ihr einen Teil ihres Blutes überlassen. Als Gegenleistung erklärt sie sich bereit, mit jedem der zwölf Engel eine Vollmondnacht im Jahr zu verbringen. Doch Leah ist fasziniert von Cians Bruder Corben, und muss feststellen, dass auch Untote lieben können. Sie gerät zwischen sämtliche Fronten, als Cian sie nicht aus seinem Bann entlassen will und die Engel ihre Vollmondnächte einfordern.

Quelle: bookshouse Verlag / Sieben Verlag

Meine Meinung:
Leah ist vom Leben im Allgemeinen und Männern im Besonderen enttäuscht und möchte in einen Vampir verwandelt werden, damit sie nicht mehr fühlen muss, da sie den Informationen, die sie gefunden hat vertraut. Auf einem Friedhof trifft sie Corben, einen Vampir, der bereit ist, sie in seinen Clan aufzunehmen und zu verwandeln, doch schon während der Zeremonie, bei der alle Mitglieder des Clans ihr Blut geben und sie einen Partner für die Ewigkeit wählen muss, tritt Corbens Bruder Cian zwischen sie und ihren eigentlichen Erwählten, um Corben zu verletzen.
Es folgt eine sehr emotionale Geschichte, bei der Leah feststellt, dass Vampire ja ebenfalls fühlen und sie schläft mit Cian, Corben und einigen anderen Clansmitgliedern. Zudem gibt es noch einen Nebenplot, bei dem einige Vampire gefangengenommen werden und ihr Gift als Droge/Verjüngungsmittel/Sexmittelchen verkauft wird und der Clan auf Rettungsmission geht unter anderem auch mit Hilfe eines deutschen Clans.
Ich möchte jetzt nicht noch mehr ins Detail gehen, für einen Erotikroman ist jedenfalls in meinen Augen erstaunlich viel Rahmenhandlung verhandeln, die Vampire sind vernünftige Vampire, auch wenn ihre Entstehungsgeschichte in meinen Augen ein wenig haarsträubend ist, aber gefallene Engel als Ursprung der Vampire gefällt mir immer noch bei weitem Besser und ist deutlich glaubwürdiger als die glitzernden in der Sonne überlebenden Twilightvampire. Die Sexszenen sind sich irgendwie immer ähnlich und nicht wirklich abwechslungsreich. Leah macht selbst gegen ihren eigentlichen Willen immer bereitwillig die Beine breit und lässt sich vögeln, ob sie das gerade will oder nicht, was in meinen Augen nicht unbedingt glaubwürdig ist. Wer allerdings rein auf Sexszenen aus ist, der wird gut bedient, ich bin da dann doch eher ein Fan von Abwechslung und einvernehmlichem Sex, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Alles in allem sind die Hauptfiguren und ihre Konflikte gut ausgearbeitet, auch wenn die Nebencharaktere ein wenig flach sind. Man erfährt meist nur einen Namen und ein wenig übers Aussehen, mehr aber auch nicht, was ich gerade beim englischen Clan bedaure. Es scheinen allesamt sehr interessante Typen mit abenteuerlichen Namen zu sein.
Eine Sache finde ich besonders schade. In einer Szene hat sich Leah in die Bibliothek zurückgezogen und ein Buch über Kain gelesen, welches ihr wie ein Tagebuch vorkam. Leider wird diese Tatsache nicht mehr aufgegriffen. Daraus hätte man sicherliche noch einen interessanten Twist im Plot machen können.
Alles in allem vergebe ich für dieses kurzweilige erotische Stück Fantasyliteratur 3 Grisus/Sterne, denn in meinen Augen hätte Fay Ellison eine Story mit mehr Plot, Tiefgang und trotzdem sehr viel Erotik verfassen können.


Dienstag, 2. Juli 2013

[Rezension] Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit



Titel: Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit

Autor: Sabine Bürger
Erschienen: 01.01.2013
Seiten: 272
Verlag: bookshouse
Genre: @fantasy
ISBNs: 9789963724284(P-Book)
9789963724291(.pdf)
9789963724307(.epub)
9789963724314(.mobi)
9789963724321 (.prc)

Kurzbeschreibung:
Als die elfjährige Samantha von der abenteuerlichen Zeitreise ihrer Mutter erfährt, beschließt sie, ebenfalls den Sprung durch die "Geheime Pforte" zu wagen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Zwillingen Antonia und Anica, verschwindet sie in das mittelalterliche Magdeburg. Eine geplante Hexenverbrennung stellt Samantha vor eine schwerwiegende Entscheidung, doch das ist erst der Anfang ihres ungewöhnlichen Ausflugs in die Vergangenheit.

Ob es die Begegnung mit Mathilda, der Tochter der Kräuterfrau, den im Wald hausenden Gesetzlosen oder den Bergleuten ist, immer bleibt es für Samantha ein Kampf gegen den Aberglauben, die Grausamkeit und die Ungewissheit der damaligen Zeit. Sie lernt Missgunst und Niedertracht kennen, erfährt aber auch Liebe und Zuneigung. Als sie schwer krank wird, kann nur noch eine Rückkehr ins 21. Jahrhundert sie retten, doch diesen Weg hat sich Samantha verbaut ...


Meine Meinung:
Die Geschichte von Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit spielt in zwei/drei Zeitebenen. Zum einen in den 1970er Jahren, als Soraya van Poh(12 Jahre alt) später Marsch mit ihrer Großmutter Amelie de Mére in die Vergangenheit reist und dort ein Abenteuer im Mittelalter erlebt und dann etwa 25 Jahre später, als Sorayas Tochter Samantha zunächst die Geschichte vom Abenteuer ihrer Mutter hört und dann gemeinsam mit ihren Freundinnen Antonia und Anica ebenfalls einen Ausflug ins Mittelalter machen, wo ebenfalls 25 Jahre vergangen sind. Dort treffen sie auf alte Bekannte ihrer Mutter und deren Nachfahren und schon bald ist Samantha in eine abenteuerliche Geschichte verstrickt.

Ich muss zugeben, zunächst war ich von dem Buch ein wenig enttäuscht, bis mir auffiel, dass es sich um ein Kinder-/Jugendbuch handelt und ich meine Erwartungen schlicht und ergreifend zu hoch angesetzt habe. Für Kinder und Jugendliche ist diese Fantasygeschichte mehr als nur spannend zu lesen und auch für Erwachsene ist Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit durchaus interessantes Lesematerial, auch wenn manche Dinge ein wenig unglaubwürdig sind.
Zum Beispiel die Tatsache, dass Samanthas Mutter Soraya zu ihr in die Vergangenheit reist und ganz plötzlich hundert Ampullen Antibiotika und Einmalspritzen- und Handschuhe dabei hat. Spritzen und Handschuhe kann sie ja noch so in der Apotheke erworben haben, aber die Antibiotika sind verschreibungspflichtig und niemand kriegt einfach so mal eben hundert Ampullen davon. Aber nun ja, da es sich hier um Fiction handelt, will ich nicht so pingelig sein.
Der Schreibstil hat mich ob seiner leichten Verständlichkeit und Flüssigkeit angesprochen und die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet, sowohl die der Vergangenheit als auch die aus der Zukunft, diesem seltsamen Dorf, welches niemand in der Vergangenheit kennt. 
Ein wenig schade fand ich, dass man ziemlich wenig über Großmutter Amelie erfahren hat. Sie scheint eine sehr scharfsinnige, scharfzüngige und gewitzte Frau zu sein, die genau weiß, was sie will und wie sie es bekommt. Sowohl Soraya, wie auch Samantha haben diese Eigenschaften teilweise geerbt und bringen sich dadurch manchmal in Schwierigkeiten. 
Selbst die Bösewichter in dieser Geschichte sind auf ihre Weise sympathisch, denn bei einigen ist offensichtlich, dass ihre Boshaftigkeit einfach auch den Umständen ihres Lebens geschuldet sind, wie zum Beispiel bei Magnus Wächter, der nur weiß, dass sein Vater vom Bruder seiner Mutter umgebracht wurde, aber nicht glauben will, dass er das Endprodukt einer Vergewaltigung ist. Verbittert durch diese Tatsache hasst er seinen Onkel bis aufs Blut und ist gewalttätiger, als er es eigentlich als Gesetzloser sein müsste.

Mein Fazit zu diesem Buch ist das es sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene und alle dazwischen ein interessantes Leseerlebnis ist, wenn man das Mittelalter faszinierend findet und Zeitreisen eben nicht für unmöglich hält. Von mir gibt es 4 Grisus/Sterne für dieses Buch.



Samstag, 29. Juni 2013

[Rezension] Lilith - Wunschlos glücklich

Titel: Lilith - Wunschlos glücklich
Autor: Tine Armbruster
Genre: @fantasy


Erschienen:
19.06.2013


Umfang:
445.914 Zeichen

Format:
12 x 19 cm

Seiten:
278


Verlag:
bookshouse


ISBNs:
9789963722785(P-Book)
9789963722792(.pdf)
9789963722808(.epub)
9789963722815(.mobi)
9789963722822 (.prc)


Kurzbeschreibung:

Wie viele Wünsche benötigst du für ein wirklich glückliches Leben?

Nach dem Tod ihrer Großmutter ist Lilith untröstlich. Fast nichts ist ihr geblieben, einzig eine alte Kanne. Lilith staunt nicht schlecht, als dieser eines Nachts blaue Nebelschwaden entsteigen. Kurz darauf steht Luc vor ihr – ein Dschinn.

Zu Liliths Überraschung hat er es furchbar eilig, ihr drei Wünsche zu erfüllen. Aber er hat nicht mit ihrer unnatürlichen Wunschlosigkeit gerechnet. Sein Aufenthalt in der ihm verhassten Menschenwelt dauert länger, als ihm lieb ist. Schon bald findet er es aber nicht mehr so schlimm, dass Lilith keine Wünsche hat. Auch Lilith findet Gefallen an dem für andere unsichtbaren Begleiter, doch dann äußert sie versehentlich einen Wunsch und bringt damit eine Lawine ins Rollen, die beide nur allzu gern stoppen würden ...


Meine Meinung:
Lilith Winter hat gerade ihre Großmutter verloren und erbt nun von ihr eine alte Kanne. Einige Zeitlang ignoriert sie ihr seltsames Erbstück und versinkt in Selbstmitleid, bevor sie sich eines Tages doch näher damit beschäftigt und kurz darauf erscheint Luc, ein Dschinn, in ihrem Zimmer und stellt ihr Leben auf den Kopf. Zunächst nervt er sie ganz furchtbar, weil er ihr nur möglichst schnell ihre drei Wünsche erfüllen will, was aber nicht funktioniert, weil Lilith wunschlos glücklich zu sein scheint. Allerdings gewöhnt sie sich zusehends an Luc und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr über den Inhalt verraten, damit ich niemandem das Lesevergnügen nehme, denn das war Lilith -Wunschlos glücklich in meinen Augen wirklich. Ich habe nur wenige Stunden gebraucht, um dieses E-Book zu verschlingen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. 
Man steigt praktisch schon mitten in der Story ein und ist an Lilith Seite im Krankenhaus, als ihre Großmutter verstirbt und man ist hautnah dabei, kann fühlen, was sie fühlt, als sie den wichtigsten Menschen in ihrem Leben verliert und ihr dadurch der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
Tine Armbruster versteht es Lilith Gefühlswelt und auch die der anderen Charaktere plastisch und glaubhaft darzustellen. Natürlich sind manchmal emotionale Übertreibungen da, aber hey...Lilith ist ein Teenager und die neigen nunmal zu solchen überzogenen Reaktionen. 
Auch Lucs Gefühlswelt, welche sich durch die ganze Geschichte hindurch wandelt, finde ich sehr gut dargestellt. Er wandelt sich von einem zunächst eher gefühllosen etwas nervigen Dschinn zu einem sympathischen jungen Mann, der versucht Lilith wirklich glücklich zu machen ungeachtet der Konsequenzen.
Ich habe mich wirklich gut in Lilith hineinversetzen können und mehr als nur einmal auch ein Tränchen verdrückt, wenn es ihr nicht gut ging, was bei mir eine eher seltene Reaktion auf Bücher ist. Das zeigt andererseits auch, dass die Autorin ihren Charakteren Leben einzuhauchen versteht.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da sich der Text flüssig lesen ließ und man nicht von verschachtelten Sätzen erschlagen wurde. Die im Text eingebrachten Absätze tun ihr übriges, um das Lesen zu erleichtern und auch die einzelnen Kapitel haben in meinen Augen genau die richtige Länge, um dieses Buch auch einfach zwischendurch zu lesen, so wie ich es mit manchen Büchern auf der Arbeit tue, wenn die Pausen kurz sind. Da ärgert es mich manchmal, wenn Kapitel dann so elendig lang sind und ich die dann in der viertel Stunde nicht schaffe. 
Von mir gibt es für dieses E-Book 5 Grisus, weil mir gerade überhaupt nichts einfällt, woran ich herumkritisieren könnte.