Titel: Das Buch der verborgenen Wünsche
Autor: Harriet Evans
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426511908
ISBN-13: 978-3426511909
Originaltitel: Love Always
Kurzbeschreibung:
In Summercove, dem Haus ihrer Großeltern an den Klippen Cornwalls, fällt
Natasha das Tagebuch ihrer lang verstorbenen Tante in die Hände.
Cecily, so hat man Natasha immer glauben lassen, ist im Alter von nur
fünfzehn Jahren tragisch verunglückt. Doch das Tagebuch erzählt eine
ganz andere Geschichte: Konfrontiert mit den Hoffnungen und Sorgen der
damals erst Fünfzehnjährigen, erfährt Natasha von lang gehüteten
Geheimnissen, die das Bild ihrer Familie und ihr eigenes Leben für immer
verändern …
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Ich hatte Das Buch der verborgenen Wünsche jetzt schon eine ganze Weile auf meinem SuB liegen und nun endlich die Zeit und Muse gehabt, es zu lesen.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, einmal im Sommer 1963 als die Geschichte von Träumen, Hoffnungen und Sorgen von Natashas Familie mit dem Tod ihrer Tante Cecily begann und dann im Hier und jetzt, wo ihre Großmutter Frances gerade verstorben ist und man das Tagebuch der damals fünfzehnjährigen Cecily findet und einige unangenehme, langgehütete Geheimnisse ans Licht kommen. Dadurch verändert sich Natashas Wahrnehmung ihrer Familie ungemein.
Das Buch ließ sich sehr gut lesen und war in mehrere Teile unterteilt, die jeweils entweder 1963 oder jetzt spielen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar, sodass man ohne Probleme das Buch kurz zur Seite legen und etwas anderes machen kann und dann trotzdem wieder gut in die Geschichte hineinfindet.
Über den Inhalt dieses 'Familiendramas' bin ich ein wenig zwiegespalten, möchte allerdings auch nicht zuviel verraten. Fakt ist, dass Buch ist eine schöne Sommer-/Urlaubslektüre und es hat mich bis zuletzt mit in die Welt von Natasha und Cecily genommen, mich nachvollziehen lassen, wie die beiden sich gefühlt haben, aber bedingt durch die teilweise in meinen Augen etwas schwammige Geschichte bzw. die Sichtweisen auf die Geschehnisse in der Vergangenheit, vergebe ich nur 3 von 5 Grisus.
Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. - Heinrich Heine
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Freitag, 23. Mai 2014
Samstag, 5. Oktober 2013
[Rezension] Wellentraum - Children of the Sea
Titel: Wellentraum - Children of the Sea 01
Autor: Virginia Kantra
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426509865
ISBN-13: 978-3426509869
Originaltitel: Sea Witch. Children of the Sea 1
Kurzbeschreibung:
Margred ist ein Selkie, ein Wesen der Meere. Nie verbringt sie mit einem menschlichen Geliebten mehr als eine Nacht, stillt sie doch nach dem Tod ihres Gefährten nur noch ihre Sehnsucht. Aber dann begegnet sie dem Polizisten Caleb Hunter, der in einem kleinen Küstenort Zuflucht vor den quälenden Erinnerungen seiner Vergangenheit gesucht hat. Margred teilt mit ihm eine leidenschaftliche Liebesnacht und kehrt danach zurück ins Meer. Aber diesen einen Mann kann sie nicht so einfach vergessen. Ihre Gefühle für Caleb treiben sie zurück an Land, wo bereits ein gefährlicher Gegner auf sie wartet …
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Erst einmal vielen Dank an Shou, dass sie mir dieses Buch geliehen hat. Da sie es weiterverkaufen wollte, musste ich es auf meinem SuB vorziehen und habe es Mittwoch Abend im Eilverfahren gelesen, damit ich es Freitag in die Post geben konnte.
Es ließ sich vom Schreibstil her leicht und flüssig lesen und ich die in der Inhaltsangabe schon angerissene Storyline hat mich angesprochen, auch wenn die Erotikszenen in meinen Augen ein wenig zu explizit sind und wenig Platz für Träumereien in dieser Hinsicht.
Die Geschichte hat ein mehr oder weniger offenes Ende, aber wie ich gerade feststellte, handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe.
Die Wesen, um die es in diesem Buch geht, sind ausnahmsweise mal keine Vampire oder Werwölfe oder Feen, sondern Selkies. Worum es sich bei Selkies genau handelt, solltet ihr selbst herausfinden, finde ich.
Es lohnt sich. Von mir gibt es vier von fünf Grisus.
Autor: Virginia Kantra
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426509865
ISBN-13: 978-3426509869
Originaltitel: Sea Witch. Children of the Sea 1
Kurzbeschreibung:
Margred ist ein Selkie, ein Wesen der Meere. Nie verbringt sie mit einem menschlichen Geliebten mehr als eine Nacht, stillt sie doch nach dem Tod ihres Gefährten nur noch ihre Sehnsucht. Aber dann begegnet sie dem Polizisten Caleb Hunter, der in einem kleinen Küstenort Zuflucht vor den quälenden Erinnerungen seiner Vergangenheit gesucht hat. Margred teilt mit ihm eine leidenschaftliche Liebesnacht und kehrt danach zurück ins Meer. Aber diesen einen Mann kann sie nicht so einfach vergessen. Ihre Gefühle für Caleb treiben sie zurück an Land, wo bereits ein gefährlicher Gegner auf sie wartet …
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Erst einmal vielen Dank an Shou, dass sie mir dieses Buch geliehen hat. Da sie es weiterverkaufen wollte, musste ich es auf meinem SuB vorziehen und habe es Mittwoch Abend im Eilverfahren gelesen, damit ich es Freitag in die Post geben konnte.
Es ließ sich vom Schreibstil her leicht und flüssig lesen und ich die in der Inhaltsangabe schon angerissene Storyline hat mich angesprochen, auch wenn die Erotikszenen in meinen Augen ein wenig zu explizit sind und wenig Platz für Träumereien in dieser Hinsicht.
Die Geschichte hat ein mehr oder weniger offenes Ende, aber wie ich gerade feststellte, handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe.
Die Wesen, um die es in diesem Buch geht, sind ausnahmsweise mal keine Vampire oder Werwölfe oder Feen, sondern Selkies. Worum es sich bei Selkies genau handelt, solltet ihr selbst herausfinden, finde ich.
Es lohnt sich. Von mir gibt es vier von fünf Grisus.
Freitag, 28. Juni 2013
[Rezension][vorablesen.de] Die Rosen von Montevideo
Titel: Die Rosen von Montevideo
Autor: Carla Federico
Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426510235
ISBN-13: 978-3426510230
Kurzbeschreibung:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Anfangs war ich ein wenig unschlüssig, ob ich es schaffen würde, Die Rosen von Montevideo zu Ende zu lesen, obwohl mich die Leseprobe sehr angesprochen hat, aber dann habe ich mich doch in die Welt der lebenslustigen Rosa und des Bankierssohns Albert entführen lassen und ihre bzw. die Geschichte ihrer Familie mit Spannung verfolgt.
Das Buch umfasst die Zeitspanne 1847-1889, welche in drei Abschnitte unterteilt wurden und spielt sowohl an verschiedenen Orten in Deutschland wie auch in Uruguay. Jeder dieser Abschnitte beschäftigt sich mit einer Generation der Familie de la Vega-Gothmann, wobei ein besonderes Augenmerk auf das Schicksal der weiblichen Mitglieder gelegt wird.
Keiner der Charaktäre ist so richtig glatt, sie haben alle ihre Ecken und Kanten, was sie sympathisch macht in meinen Augen. Auch lernt man durchaus einiges wissenswertes und interessantes nebenher, sodass ich den Fans von romantischen, tragischen und spannenden Begebenheiten dieses Buch nur sehr ans Herz legen.
Von mir bekommt es trotzdem nur drei Grisus, da es mir nur durchschnittlich gut gefallen hat, aber es hat sich nichts desto trotz gelohnt sich durch die fast 800 Seiten zu lesen.
Dienstag, 21. Mai 2013
[vorablesen.de] Buchgewinn
Gerade kam eine Mail rein, dass ich ein Buch gewonnen habe bei vorablesen.de. Ich freu mich riesig doll. Wieder neuer Lesestoff. Diesmal gibt es diesen Schmöker:
Titel: Die Rosen von Montevideo
Autor: Carla Federico
Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426510235
ISBN-13: 978-3426510230
Kurzbeschreibung:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?
Quelle: Amazon
Bin gespannt, wie dieses Buch ist. Die Leseprobe auf vorablesen.de war auf jeden Fall vielversprechend.
Titel: Die Rosen von Montevideo
Autor: Carla Federico
Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426510235
ISBN-13: 978-3426510230
Kurzbeschreibung:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?
Quelle: Amazon
Bin gespannt, wie dieses Buch ist. Die Leseprobe auf vorablesen.de war auf jeden Fall vielversprechend.
Sonntag, 28. April 2013
[Rezension] Dein totes Mädchen
Titel: Dein totes Mädchen
Autor: Alex Berg
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513455
ISBN-13: 978-3426513453
Kurzbeschreibung:
Caroline kann es immer noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat die 26-Jährige aus dem Leben gerissen. Tage später stirbt auch der schuldige Autofahrer. Zerrissen von Trauer und Wut, flieht Caroline aus Hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Achtundzwanzig Jahre liegt ihr letzter Besuch zurück, doch es ist, als wäre sie nie fort gewesen. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. Umgeben von der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder, entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson, auftaucht, mit einem entsetzlichen Verdacht …
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Caroline, genannt Lilly, hat gerade ihre Tochter bei einem schweren Unfall verloren. Um ihre dadurch resultierenden Alptraum zu entfliehen ist sie an den Ort zurückgekehrt, an dem sie mit ihren Eltern ihre Kindheit verbracht hat, der allerdings ebenfalls dunkle Erinnerungen beherbergt. Nur ihre Tante Ananda weiß, wo sie sich befindet, allerdings findet auch ihr deutscher Lebensgefährte sie nach einiger Suche, aber sie macht ihm klar, dass sie ihn nicht mehr heiraten kann, gibt aber keine Gründe dafür an. Sie scheint in ihrer Vergangenheit einiges durchgemacht zu haben, unteranderem den Verlust ihrer Eltern.
In ihrem Heimatdorf in Schweden trifft sie auf ihre Jugendfreunde und auch ihre Jugendliebe Ulf, kehrt aus Stockholm zurück um sie zu treffen, allerdings aus Gründen von denen Lilly zunächst nichts ahnt. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich findet eine Geschichte, die vor dreißig Jahren begann ihr Ende.
Die Leseprobe zu Dein totes Mädchen hatte mich ja schon vom ersten Wort an gefesselt. Aber das Buch an sich hält noch so viele Überraschungen bereit, dass ich es euch wirklich nur ans Herz legen kann. Ich habe es kurz nach meinem Post heute morgen begonnen und bin vor knapp einer viertel Stunde fertig geworden mit lesen. Es hat mich kaum losgelassen und ich wäre sogar noch eher fertig gewesen, wenn ich nicht einen kranken Engel hinter mir auf dem Sofa liegen hätte, der immer mal wieder meine Aufmerksamkeit braucht.
Dieses Buch ist definitiv eines, das ich nicht zum letzten Mal gelesen habe. Von mir gibt es 5 Grisus, denn es hat alles, was ein Thriller braucht, aber auch noch eine schöne, wenn auch tragische Liebesgeschichte, die dem Ganzen zugrunde liegt.
Autor: Alex Berg
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513455
ISBN-13: 978-3426513453
Kurzbeschreibung:
Caroline kann es immer noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat die 26-Jährige aus dem Leben gerissen. Tage später stirbt auch der schuldige Autofahrer. Zerrissen von Trauer und Wut, flieht Caroline aus Hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Achtundzwanzig Jahre liegt ihr letzter Besuch zurück, doch es ist, als wäre sie nie fort gewesen. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. Umgeben von der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder, entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson, auftaucht, mit einem entsetzlichen Verdacht …
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Caroline, genannt Lilly, hat gerade ihre Tochter bei einem schweren Unfall verloren. Um ihre dadurch resultierenden Alptraum zu entfliehen ist sie an den Ort zurückgekehrt, an dem sie mit ihren Eltern ihre Kindheit verbracht hat, der allerdings ebenfalls dunkle Erinnerungen beherbergt. Nur ihre Tante Ananda weiß, wo sie sich befindet, allerdings findet auch ihr deutscher Lebensgefährte sie nach einiger Suche, aber sie macht ihm klar, dass sie ihn nicht mehr heiraten kann, gibt aber keine Gründe dafür an. Sie scheint in ihrer Vergangenheit einiges durchgemacht zu haben, unteranderem den Verlust ihrer Eltern.
In ihrem Heimatdorf in Schweden trifft sie auf ihre Jugendfreunde und auch ihre Jugendliebe Ulf, kehrt aus Stockholm zurück um sie zu treffen, allerdings aus Gründen von denen Lilly zunächst nichts ahnt. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich findet eine Geschichte, die vor dreißig Jahren begann ihr Ende.
Die Leseprobe zu Dein totes Mädchen hatte mich ja schon vom ersten Wort an gefesselt. Aber das Buch an sich hält noch so viele Überraschungen bereit, dass ich es euch wirklich nur ans Herz legen kann. Ich habe es kurz nach meinem Post heute morgen begonnen und bin vor knapp einer viertel Stunde fertig geworden mit lesen. Es hat mich kaum losgelassen und ich wäre sogar noch eher fertig gewesen, wenn ich nicht einen kranken Engel hinter mir auf dem Sofa liegen hätte, der immer mal wieder meine Aufmerksamkeit braucht.
Dieses Buch ist definitiv eines, das ich nicht zum letzten Mal gelesen habe. Von mir gibt es 5 Grisus, denn es hat alles, was ein Thriller braucht, aber auch noch eine schöne, wenn auch tragische Liebesgeschichte, die dem Ganzen zugrunde liegt.
Freitag, 22. März 2013
[Rezension] Dschungelkind
Titel: Dschungelkind
Autor: Sabine Kuegler
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Mai 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426778734
ISBN-13: 978-3426778739
Kurzbeschreibung:
Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach. Heute, nach Jahren in Europa, ist ihre Seele gefangen zwischen zwei Kulturen. Sabine Kuegler weiß, dass sie zurückkehren muss – zurück in eine Welt, die für viele nicht mehr existiert.
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Dschungelkind von Sabine Kuegler erzählt die beeindruckende Geschichte ihres Lebens im Dschungel von West-Papua, wo sie aufgewachsen ist. Sie erzählt die Geschichte eines einfachen Lebens voller Entbehrungen, welches ihr aber nichts desto trotz bis heute besser gefällt und sicherer vorkommt, als das Leben in der zivilisierten Welt, wo in ihren Augen mehr gefahren existieren, als im Dschungel, wo es viele einfache Regeln gibt und nicht so viele komplizierte wie in Europa.
Ich muss gestehen, dass ich zunächst ein wenig skeptisch war, als ich begann dieses Buch zu lesen, weil ich kein Fan von Biographien bin und im Grunde genommen ist Dschungelkind genau das, eine Biographie. Allerdings versteht Sabine Kuegler es mit Worten umzugehen und den Leser gefangen zu nehmen, um ihn in eine ganz andere Welt zu entführen. Eine Welt, die wir uns mit unseren modernen Zeitalter der Bequemlichkeiten, gar nicht vorstellen können.
Es ist interessant zu lesen, wie das Volk der Fayu langsam aber sicher zu Sabine und ihrer Familie gewinnt und sie in ihrer Mitte aufnimmt, sie behandelt wie Mitglieder des Stammes/der Familie.
Sie lernen über die Sitten und Gebräuche des Stammes und zeigen diesen im Gegenzug auch etwas von ihren Sitten und Gebräuchen. Als sie dann in die Zivilisation zurückkehrt, hat sie wirkliche Probleme sich einzugewöhnen und sich an unsere Sitten und Gebräuche zu gewöhnen.
Ich kann dieses Buch einfach nur zum Lesen weiterzuempfehlen.
Von mir gibt es 5 Grisus.
Autor: Sabine Kuegler
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Mai 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426778734
ISBN-13: 978-3426778739
Kurzbeschreibung:
Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach. Heute, nach Jahren in Europa, ist ihre Seele gefangen zwischen zwei Kulturen. Sabine Kuegler weiß, dass sie zurückkehren muss – zurück in eine Welt, die für viele nicht mehr existiert.
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Dschungelkind von Sabine Kuegler erzählt die beeindruckende Geschichte ihres Lebens im Dschungel von West-Papua, wo sie aufgewachsen ist. Sie erzählt die Geschichte eines einfachen Lebens voller Entbehrungen, welches ihr aber nichts desto trotz bis heute besser gefällt und sicherer vorkommt, als das Leben in der zivilisierten Welt, wo in ihren Augen mehr gefahren existieren, als im Dschungel, wo es viele einfache Regeln gibt und nicht so viele komplizierte wie in Europa.
Ich muss gestehen, dass ich zunächst ein wenig skeptisch war, als ich begann dieses Buch zu lesen, weil ich kein Fan von Biographien bin und im Grunde genommen ist Dschungelkind genau das, eine Biographie. Allerdings versteht Sabine Kuegler es mit Worten umzugehen und den Leser gefangen zu nehmen, um ihn in eine ganz andere Welt zu entführen. Eine Welt, die wir uns mit unseren modernen Zeitalter der Bequemlichkeiten, gar nicht vorstellen können.
Es ist interessant zu lesen, wie das Volk der Fayu langsam aber sicher zu Sabine und ihrer Familie gewinnt und sie in ihrer Mitte aufnimmt, sie behandelt wie Mitglieder des Stammes/der Familie.
Sie lernen über die Sitten und Gebräuche des Stammes und zeigen diesen im Gegenzug auch etwas von ihren Sitten und Gebräuchen. Als sie dann in die Zivilisation zurückkehrt, hat sie wirkliche Probleme sich einzugewöhnen und sich an unsere Sitten und Gebräuche zu gewöhnen.
Ich kann dieses Buch einfach nur zum Lesen weiterzuempfehlen.
Von mir gibt es 5 Grisus.
Donnerstag, 14. März 2013
[Rezension] Die weiße Massai
Titel: Die weiße Massai
Autor: Corinne Hofmann
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur; Auflage: vollständige Taschenbuchausgabe. (11. Februar 2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426614960
ISBN-13: 978-3426614969
Kurzbeschreibung:
Geplant war nur ein zweiwöchiger Urlaub, doch kaum in Mombasa angekommen entdeckt die Schweizerin Corinne Hofmann ihren Traummann -- einen Massai-Krieger in traditioneller Kleidung und Haartracht sowie handgefertigtem Schmuck.
Mehr als vier Jahre bleibt Corinne Hofmann bei ihrem Massai-Krieger, der weder lesen noch schreiben kann, und lebt mit ihm bei seinem Stamm im Busch. Sie läßt sich durch keine bürokratischen Hürden davon abbringen, ihn zu heiraten. Die Verständigung der beiden auf englisch ist mühsam. Zusammen mit ihrem Mann und dessen Mutter "wohnt" Corinne monatelang in einer brusthohen Dornenhütte, geschlafen wird auf dem blanken Erdboden.
Corinne versucht sich an die neuen Lebensbedingungen anzupassen, kauft ein Auto und gründet ein Geschäft, um die Versorgung der Menschen im Busch zu erleichtern.
Krankheiten wie Malaria und Hepatitis machen Corinne schwer zu schaffen. Schließlich bringt sie sogar ein Kind zur Welt, doch das Verhältnis zu ihrem Mann gestaltet sich zunehmend schwieriger. Er reagiert so eifersüchtig, daß er sie auf Schritt und Tritt überwacht.
Nach vier Jahren im afrikanischen Busch kommt sie aus einem Urlaub in der Schweiz mit ihrer Tochter nicht mehr zu ihm zurück.
Corinne Hofmann schildert ihre Erlebnisse sehr plastisch und eindringlich. Unbefangen und offen hat sie sich auf ihr kenianisches Abenteuer eingelassen, ohne ständig afrikanische Verhältnisse mit europäischen Maßstäben auszuloten, und der Leser erfährt von ihr eine Vielzahl an Informationen über das harte Leben der Massai, jenseits der luxuriösen Hotelanlagen der Touristen, in Mombasa. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Ich habe Die weiße Massai auf Empfehlung meiner Mutter hin gelesen und ich muss sagen, ich war erschüttert, wie leichtsinnig ein solch gebildeter Mensch wie Corinne Hofmann sein kann. Sich im Urlaub verlieben schön und gut, aber alles dafür aufgeben und mit jemandem zusammenleben, der einer wirklich absolut vollkommen anderen Kultur angehört, als man selbst, dass ist einfach leichtsinnig und führt auf Dauer in meinen Augen nur dazu, dass man unglücklich ist. Man muss sich nur einmal ansehen, wie sehr ihr Mann sie beginnt zu kontrollieren, ihr auf Schritt und Tritt folgt, bis sie es dann doch nicht mehr aushält und aus einem Urlaub bei ihrer Familie in der Schweiz nicht zurückkehrt. Hofmann hat versucht in Barsaloi, dem Dorf aus dem ihr Mann stammt, vieles zu verändern und das wurde nicht unbedingt freundlich aufgenommen.
In meinen Augen hat diese Frau eine riesige Dummheit gemacht und definitiv nicht mit ihrem Kopf sondern nur mit dem Herz bzw. Bauch gedacht, anstatt wirklich alle Konsequenzen abzuwägen, wie es vernünftig gewesen wäre, bevor sie alle Zelte hinter sich abbrach, um in den Busch zu ziehen.
Auch der Schreibstil von Hofmann ist nicht so wirklich meines. Ich kann es nicht genau benennen, aber für mich ist der Text nicht richtig flüssig zu lesen.
Die Geschichte ihres Ausbruchs aus den üblichen westlichen Konventionen an sich ist interessant, aber ich persönlich kann eine solche Naivität nicht nachvollziehen. Ein gesichtertes Einkommen, Tisch und Bett so mir nichts dir nichts für jemanden aufzugeben, den man gerade mal einige Tage kennt und der noch dazu in der Wildnis lebt, käme für mich nicht in Frage. So etwas will gut überlegt sein. Was mich auch irritiert, ist das Hofmann zwar einerseits bemängelt, dass sie sich ausgeschlossen fühlt, aber andererseits auch keinerlei Anstrengungen unternimmt sich einzufügen und zum Beispiel die Sprache ihres Mannes Lketinga zu lernen. Er versucht es andersherum allerdings auch nicht. Ich habe den Eindruck er ist von der Selbstständigkeit und der Emanzipation seiner Frau erschreckt ist und gar nicht richtig versteht, warum sie das tut, aber wir werden wohl nie erfahren, wie Lketinga über all das denkt.
Von mir bekommt das Buch nur 2 Grisus.
Autor: Corinne Hofmann
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur; Auflage: vollständige Taschenbuchausgabe. (11. Februar 2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426614960
ISBN-13: 978-3426614969
Kurzbeschreibung:
Geplant war nur ein zweiwöchiger Urlaub, doch kaum in Mombasa angekommen entdeckt die Schweizerin Corinne Hofmann ihren Traummann -- einen Massai-Krieger in traditioneller Kleidung und Haartracht sowie handgefertigtem Schmuck.
Mehr als vier Jahre bleibt Corinne Hofmann bei ihrem Massai-Krieger, der weder lesen noch schreiben kann, und lebt mit ihm bei seinem Stamm im Busch. Sie läßt sich durch keine bürokratischen Hürden davon abbringen, ihn zu heiraten. Die Verständigung der beiden auf englisch ist mühsam. Zusammen mit ihrem Mann und dessen Mutter "wohnt" Corinne monatelang in einer brusthohen Dornenhütte, geschlafen wird auf dem blanken Erdboden.
Corinne versucht sich an die neuen Lebensbedingungen anzupassen, kauft ein Auto und gründet ein Geschäft, um die Versorgung der Menschen im Busch zu erleichtern.
Krankheiten wie Malaria und Hepatitis machen Corinne schwer zu schaffen. Schließlich bringt sie sogar ein Kind zur Welt, doch das Verhältnis zu ihrem Mann gestaltet sich zunehmend schwieriger. Er reagiert so eifersüchtig, daß er sie auf Schritt und Tritt überwacht.
Nach vier Jahren im afrikanischen Busch kommt sie aus einem Urlaub in der Schweiz mit ihrer Tochter nicht mehr zu ihm zurück.
Corinne Hofmann schildert ihre Erlebnisse sehr plastisch und eindringlich. Unbefangen und offen hat sie sich auf ihr kenianisches Abenteuer eingelassen, ohne ständig afrikanische Verhältnisse mit europäischen Maßstäben auszuloten, und der Leser erfährt von ihr eine Vielzahl an Informationen über das harte Leben der Massai, jenseits der luxuriösen Hotelanlagen der Touristen, in Mombasa. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Ich habe Die weiße Massai auf Empfehlung meiner Mutter hin gelesen und ich muss sagen, ich war erschüttert, wie leichtsinnig ein solch gebildeter Mensch wie Corinne Hofmann sein kann. Sich im Urlaub verlieben schön und gut, aber alles dafür aufgeben und mit jemandem zusammenleben, der einer wirklich absolut vollkommen anderen Kultur angehört, als man selbst, dass ist einfach leichtsinnig und führt auf Dauer in meinen Augen nur dazu, dass man unglücklich ist. Man muss sich nur einmal ansehen, wie sehr ihr Mann sie beginnt zu kontrollieren, ihr auf Schritt und Tritt folgt, bis sie es dann doch nicht mehr aushält und aus einem Urlaub bei ihrer Familie in der Schweiz nicht zurückkehrt. Hofmann hat versucht in Barsaloi, dem Dorf aus dem ihr Mann stammt, vieles zu verändern und das wurde nicht unbedingt freundlich aufgenommen.
In meinen Augen hat diese Frau eine riesige Dummheit gemacht und definitiv nicht mit ihrem Kopf sondern nur mit dem Herz bzw. Bauch gedacht, anstatt wirklich alle Konsequenzen abzuwägen, wie es vernünftig gewesen wäre, bevor sie alle Zelte hinter sich abbrach, um in den Busch zu ziehen.
Auch der Schreibstil von Hofmann ist nicht so wirklich meines. Ich kann es nicht genau benennen, aber für mich ist der Text nicht richtig flüssig zu lesen.
Die Geschichte ihres Ausbruchs aus den üblichen westlichen Konventionen an sich ist interessant, aber ich persönlich kann eine solche Naivität nicht nachvollziehen. Ein gesichtertes Einkommen, Tisch und Bett so mir nichts dir nichts für jemanden aufzugeben, den man gerade mal einige Tage kennt und der noch dazu in der Wildnis lebt, käme für mich nicht in Frage. So etwas will gut überlegt sein. Was mich auch irritiert, ist das Hofmann zwar einerseits bemängelt, dass sie sich ausgeschlossen fühlt, aber andererseits auch keinerlei Anstrengungen unternimmt sich einzufügen und zum Beispiel die Sprache ihres Mannes Lketinga zu lernen. Er versucht es andersherum allerdings auch nicht. Ich habe den Eindruck er ist von der Selbstständigkeit und der Emanzipation seiner Frau erschreckt ist und gar nicht richtig versteht, warum sie das tut, aber wir werden wohl nie erfahren, wie Lketinga über all das denkt.
Von mir bekommt das Buch nur 2 Grisus.
Dienstag, 12. März 2013
[Rezension] Wüstenblume
Titel: Wüstenblume
Autor: Waris Dirie
Taschenbuch: 356 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426779781
ISBN-13: 978-3426779781
Kurzbeschreibung:
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen. »Ich weiß, dass ›Wüstenblume‹ eine wichtige Botschaft hat, die von allen Menschen geteilt wird: die Achtung vor der menschlichen Würde.« Waris Dirie
Das Leben der aus Somalia stammenden Waris Dirie, das sie in ihrer Autobiographie Wüstenblume beschreibt, liest sich wie ein modernes Märchen vor exotischer Kulisse. Zu einem richtigen Märchen gehört auch eine gehörige Portion Grausamkeit und Gewalt und nicht zu vergessen, das Wichtigste: ein Happy-End.
Geboren wurde Waris in der Wüste Afrikas, zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Sie hütete die Tiere, und der erste grausame Einschnitt in ihre Welt der Kindheit war ihre Beschneidung mit fünf Jahren. Mit vierzehn wollte sie ihr Vater dazu zwingen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Waris rebelliert und sieht keine andere Möglichkeit, als wegzulaufen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Sie flieht in die Hauptstadt Mogadischu und bekommt die Chance, als Dienstmädchen mit dem somalischen Botschafter, einem Verwandten ihrer Mutter, nach London zu reisen.
Mit welcher Schlitzohrigkeit es Waris gelingt, nachdem ihr Onkel wieder zurück nach Somalia berufen wird, in London zu bleiben, sich ihr Überleben zu sichern, sogar britische Bürgerin zu werden, liest sich überaus amüsant. Ein Fotograf, der sie entdeckt hat, bekniet sie tatsächlich zwei Jahre lang, Aufnahmen von ihr machen zu dürfen.
Sie hat es ihrer ungeheuren Zähigkeit zu verdanken, die sie schon früh als Nomadenmädchen erlernt hat, daß sie mittlerweile zu den Topmodels der Modebranche gehört. Seit einiger Zeit setzt sie sich vehement als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung von Frauen ein, die sie selbst schmerzvoll erlitt. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Ich bin ein Mensch, der wirklich selten Autobiographien in die Hand nimmt, weil ich bei manchen Menschen den Eindruck habe, sie möchten sich nur selbst beweihräuchern und nicht wirklich von ihrem Leben erzählen. Bei Waris Dirie war das anders. Als Wüstenblume im Jahre 1998 erschien, war ich gerade 14 Jahre alt und man hörte überall von diesem Buch. Natürlich war ich neugierig und habe es mir dann irgendwann von einer Bekannten geliehen.
Ich muss zugeben, dass Buch hat mich schon damals gefesselt und nachdem ich jetzt nach Jahren das Bedürfnis hatte, dieses Buch noch einmal zu lesen, habe ich es mir dann bei rebuy.de gekauft. Heute Morgen nahm ich es dann in die Hand und in nicht einmal zwei Stunden, habe ich die Lebensgeschichte Waris Diries dann noch einmal verschlungen. Ich muss gestehen, ich bewundere sie für ihre Stärke. Sie hat Dinge durchgemacht, die man keiner Frau jemals wünscht. Ihr Leben als Nomadin in der Wüste war mit Sicherheit schon nicht einfach, aber dann auch noch im alter von fünf Jahren derart verstümmelt zu werden, nur weil sie sonst später nicht verheiratet werden kann. Das ist einfach unglaublich und ich schaffe es selbst jetzt, fünfzehn Jahre nachdem ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe, noch immer nicht meine Erschütterung richtig in Worte zu fassen.
Aber trotz dieser Verstümmelung hat sie niemals aufgegeben. Sie hat dafür gekämpft ihren Weg im Leben gehen zu können und zwar auf ihre Art und Weise. Sie hat sich nicht mit einem fünfzig Jahre älteren Mann verheiraten lassen, sondern ist weggelaufen und schließlich mit Hilfe ihrer Familie nach London gekommen, wo sie unter widrigen Umständen lebt. Anders kann ich das Ganze nicht bezeichnen, denn das ihre Familie ihr es verwehrt Lesen, Schreiben und Englisch zu lernen verwehrt, finde ich einfach grausam. In dieser Zeit wird sie dann auch von einem Fotographen entdeckt und bleibt schließlich in England zurück, während ihr Onkel mit seiner Familie zurück nach Somalia geht. Von da an ist ihr Leben zunächst ein Auf und Ab. Sie arbeitet bei McDonalds um sich ein kleines Zimmer in einem YMCA leisten zu können, bevor sie schließlich beginnt zu modeln. Aufgrund der Tatsache, dass sie illegal in England ist und keinen gültigen Reisepass besitzt ist das ganz schön schwierig und sie gerät mit der Einwanderungsbehörde in Konflikt. Mehrfach heiratet sie die falschen Männer, um einen Reisepass zu bekommen, was ihr schließlich gelingt, sie aber auch in Schwierigkeiten bringt, da der zweite Mann, den sie heiratet, sie schließlich bedrängt und ihr vorhält dass sie sein braves Ehefrauchen zu sein hätte und ddas vor den Augen der Einwanderungsbehörde. Andererseits sorgt er damit auch für einen Reisepass, so dass sie nun endlich auch im Ausland modeln kann und ihre Karriere so richtig in Schwung kommt und sie sogar in einem James Bond Film mitspielt. Sie modelt zusammen mit Naomi Campell, als diese noch vollkommen unbekannt ist und auch mit Claudia Schiffer und anderen Berühmtheiten.
Es wird sogar eine Dokumentation vom BBC über sie gedreht, während deren Dreharbeiten sie sogar ihre Mutter wiedertrifft, was aufgrund von Ehemann Nummer 2 fasst scheitert, da dieser ihr ihren Reisepass schließt. Schließlich lernt Dirie in den USA ihren Traummann kennen und bekommt mit ihm einen Jungen namens Aleeke.
Während sie noch in England war, hat sie sich operieren lassen, damit sie es endlich leichter hat, während ihrer Periode und beim Urinieren. Es hat sie viel Überwindung gekostet sich einem weißen, männlichen Arzt anzuvertrauen und sich operieren zu lassen, aber letztendlich hat es ihre Lebensqualität wesentlich verbessert und sie schlußendlich darin bestärkt den Frauen in Afrika zu helfen über die Folgen der Genitalverstümmelung aufzuklären. Sie wurde Sonderbotschafterin bei der UN und kämpft jetzt für all die jungen Mädchen da draußen, denen das gleiche Schicksal droht wie ihr. Selbst in den westlichen Ländern sind die Mädchen nicht davor gefeiht, denn die Beschneiderinnen werden sogar eingeflogen, um dann reihenweise kleine Kinder zu verstümmeln, oder die Familien erledigen so etwas dann gleich in der Wohnung nebenan bei lauter Musik.
Fakt ist, es ist ein bewegendes Leben, welches Waris Dirie dort führt und es hat mich beeindruckt, wie sie sich ihrem Schicksal stellt, wie sie sich immer wieder hochkämpft und für ihre Ziele einiges in Kauf nimmt. Noch dazu hat sie einen sehr ansprechenden Schreibstil und man kann ihr gut nachfühlen, wie es ihr in vielen Situationen ging.
Von mir gibt es für dieses erschütternde Leseerlebnis 5 Grisus, denn ich finde, es braucht sehr viel Mut von einem solchen Schicksal zu erzählen und so mutig dagegen anzugehen.
Autor: Waris Dirie
Taschenbuch: 356 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426779781
ISBN-13: 978-3426779781
Kurzbeschreibung:
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen. »Ich weiß, dass ›Wüstenblume‹ eine wichtige Botschaft hat, die von allen Menschen geteilt wird: die Achtung vor der menschlichen Würde.« Waris Dirie
Das Leben der aus Somalia stammenden Waris Dirie, das sie in ihrer Autobiographie Wüstenblume beschreibt, liest sich wie ein modernes Märchen vor exotischer Kulisse. Zu einem richtigen Märchen gehört auch eine gehörige Portion Grausamkeit und Gewalt und nicht zu vergessen, das Wichtigste: ein Happy-End.
Geboren wurde Waris in der Wüste Afrikas, zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Sie hütete die Tiere, und der erste grausame Einschnitt in ihre Welt der Kindheit war ihre Beschneidung mit fünf Jahren. Mit vierzehn wollte sie ihr Vater dazu zwingen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Waris rebelliert und sieht keine andere Möglichkeit, als wegzulaufen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Sie flieht in die Hauptstadt Mogadischu und bekommt die Chance, als Dienstmädchen mit dem somalischen Botschafter, einem Verwandten ihrer Mutter, nach London zu reisen.
Mit welcher Schlitzohrigkeit es Waris gelingt, nachdem ihr Onkel wieder zurück nach Somalia berufen wird, in London zu bleiben, sich ihr Überleben zu sichern, sogar britische Bürgerin zu werden, liest sich überaus amüsant. Ein Fotograf, der sie entdeckt hat, bekniet sie tatsächlich zwei Jahre lang, Aufnahmen von ihr machen zu dürfen.
Sie hat es ihrer ungeheuren Zähigkeit zu verdanken, die sie schon früh als Nomadenmädchen erlernt hat, daß sie mittlerweile zu den Topmodels der Modebranche gehört. Seit einiger Zeit setzt sie sich vehement als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung von Frauen ein, die sie selbst schmerzvoll erlitt. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Ich bin ein Mensch, der wirklich selten Autobiographien in die Hand nimmt, weil ich bei manchen Menschen den Eindruck habe, sie möchten sich nur selbst beweihräuchern und nicht wirklich von ihrem Leben erzählen. Bei Waris Dirie war das anders. Als Wüstenblume im Jahre 1998 erschien, war ich gerade 14 Jahre alt und man hörte überall von diesem Buch. Natürlich war ich neugierig und habe es mir dann irgendwann von einer Bekannten geliehen.
Ich muss zugeben, dass Buch hat mich schon damals gefesselt und nachdem ich jetzt nach Jahren das Bedürfnis hatte, dieses Buch noch einmal zu lesen, habe ich es mir dann bei rebuy.de gekauft. Heute Morgen nahm ich es dann in die Hand und in nicht einmal zwei Stunden, habe ich die Lebensgeschichte Waris Diries dann noch einmal verschlungen. Ich muss gestehen, ich bewundere sie für ihre Stärke. Sie hat Dinge durchgemacht, die man keiner Frau jemals wünscht. Ihr Leben als Nomadin in der Wüste war mit Sicherheit schon nicht einfach, aber dann auch noch im alter von fünf Jahren derart verstümmelt zu werden, nur weil sie sonst später nicht verheiratet werden kann. Das ist einfach unglaublich und ich schaffe es selbst jetzt, fünfzehn Jahre nachdem ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe, noch immer nicht meine Erschütterung richtig in Worte zu fassen.
Aber trotz dieser Verstümmelung hat sie niemals aufgegeben. Sie hat dafür gekämpft ihren Weg im Leben gehen zu können und zwar auf ihre Art und Weise. Sie hat sich nicht mit einem fünfzig Jahre älteren Mann verheiraten lassen, sondern ist weggelaufen und schließlich mit Hilfe ihrer Familie nach London gekommen, wo sie unter widrigen Umständen lebt. Anders kann ich das Ganze nicht bezeichnen, denn das ihre Familie ihr es verwehrt Lesen, Schreiben und Englisch zu lernen verwehrt, finde ich einfach grausam. In dieser Zeit wird sie dann auch von einem Fotographen entdeckt und bleibt schließlich in England zurück, während ihr Onkel mit seiner Familie zurück nach Somalia geht. Von da an ist ihr Leben zunächst ein Auf und Ab. Sie arbeitet bei McDonalds um sich ein kleines Zimmer in einem YMCA leisten zu können, bevor sie schließlich beginnt zu modeln. Aufgrund der Tatsache, dass sie illegal in England ist und keinen gültigen Reisepass besitzt ist das ganz schön schwierig und sie gerät mit der Einwanderungsbehörde in Konflikt. Mehrfach heiratet sie die falschen Männer, um einen Reisepass zu bekommen, was ihr schließlich gelingt, sie aber auch in Schwierigkeiten bringt, da der zweite Mann, den sie heiratet, sie schließlich bedrängt und ihr vorhält dass sie sein braves Ehefrauchen zu sein hätte und ddas vor den Augen der Einwanderungsbehörde. Andererseits sorgt er damit auch für einen Reisepass, so dass sie nun endlich auch im Ausland modeln kann und ihre Karriere so richtig in Schwung kommt und sie sogar in einem James Bond Film mitspielt. Sie modelt zusammen mit Naomi Campell, als diese noch vollkommen unbekannt ist und auch mit Claudia Schiffer und anderen Berühmtheiten.
Es wird sogar eine Dokumentation vom BBC über sie gedreht, während deren Dreharbeiten sie sogar ihre Mutter wiedertrifft, was aufgrund von Ehemann Nummer 2 fasst scheitert, da dieser ihr ihren Reisepass schließt. Schließlich lernt Dirie in den USA ihren Traummann kennen und bekommt mit ihm einen Jungen namens Aleeke.
Während sie noch in England war, hat sie sich operieren lassen, damit sie es endlich leichter hat, während ihrer Periode und beim Urinieren. Es hat sie viel Überwindung gekostet sich einem weißen, männlichen Arzt anzuvertrauen und sich operieren zu lassen, aber letztendlich hat es ihre Lebensqualität wesentlich verbessert und sie schlußendlich darin bestärkt den Frauen in Afrika zu helfen über die Folgen der Genitalverstümmelung aufzuklären. Sie wurde Sonderbotschafterin bei der UN und kämpft jetzt für all die jungen Mädchen da draußen, denen das gleiche Schicksal droht wie ihr. Selbst in den westlichen Ländern sind die Mädchen nicht davor gefeiht, denn die Beschneiderinnen werden sogar eingeflogen, um dann reihenweise kleine Kinder zu verstümmeln, oder die Familien erledigen so etwas dann gleich in der Wohnung nebenan bei lauter Musik.
Fakt ist, es ist ein bewegendes Leben, welches Waris Dirie dort führt und es hat mich beeindruckt, wie sie sich ihrem Schicksal stellt, wie sie sich immer wieder hochkämpft und für ihre Ziele einiges in Kauf nimmt. Noch dazu hat sie einen sehr ansprechenden Schreibstil und man kann ihr gut nachfühlen, wie es ihr in vielen Situationen ging.
Von mir gibt es für dieses erschütternde Leseerlebnis 5 Grisus, denn ich finde, es braucht sehr viel Mut von einem solchen Schicksal zu erzählen und so mutig dagegen anzugehen.
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